Eigene Lyrik, Fotos und Bilder




Dieser Blog wird durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach archiviert.








12. September 2021

 

mit dem Enkel Ernst Meisters, Reinhard Gundlach

Am 10.9.2021 wurde im Osthaus-Museum in Hagen der Ernst Meister-Preius für Literatur an Anja Utler verliehen.

Gleichzeitig wurde das Buch "Verbündet" vorgestellt, in dem ausgewählten Gedichten von  Ernst Meister Gemälde des Hagener Malers Horst Becking zur Seite gestellt wurden, in denen dieser die Stimmung der Gedichte aufgriff.

11. September 2021

11. September 2001

 



11. September

 

Ganz oben
zwischen Wolken
und Sonnenstrahlen,
fernab der Erde,
fern des geschäftigen Treibens,
fern jeglichen Lärms,
dem Himmel nah,
Träume von Liebe und Leben.

Träume vom Sterben
und ewigem Leben
im Flug eines Irren
durchbrach
die Mauern
der Stille.
Lodernde Flammen
in brechenden Blicken.
Das weiße Laken,
Botschaft des Friedens,
am Fenster,
zwischen berstenden Mauern,
zwischen fallenden Steinen,
begraben
unter Asche und Schutt
wurde Totentuch.

(c) Annette Gonserowski

geschrieben 2001


Dieses Gedicht veröffentliche ich traditionsgemäß in jedem Jahr zum Gedenken an den Terroranschlag.

Es wurde im Schulbuch für Gymnasien "Kontext Deutsch" veröffentlicht.

9. September 2021

Jubiläumsanthologie des Autorenkreis-Ruhr-Mark e.V.


 

Vorab ein Umschlagfoto (mit seitlichen Innenklappen)
der Jubiläums-Anthologie des Autorenkreis Ruhr-Mark e.V., die Mitte Oktober erscheint.
Natürlich sind auch Gedichte und eine Geschichte von mir darin enthalten.

5. September 2021

Kiersper Kultur Forum 21

 



 

Am 19.9.2021 findet in dem Forum der Gesamtschule in Kierspe das Kulturfest unter dem Motto: „Kiersper Künstler für Kierspe“ statt. Daran nehme ich auch mit meinen Gedichtbannern und einer virtuellen Ausstellung meiner Gedichte, kombiniert mit meinen Fotos, teil. Naturlich signiere ich auch meine Bücher.

 

 


27. August 2021

Zum Geburtstag meines Bruders



 

Zwillingsgeschwister

 

Entsprungen sind wir einer Knospe,

geweckt hat uns ein Sonnenstrahl -

       zwei Blätter eines Baumes.

 

Zur selben Zeit sind wir gewachsen,

derselbe Sternenglanz traf unser Ohr,

uns traf gemeinsam Licht und Schatten.

 

Zwei Winde trennten unsere Zeit,

angstvoll sah ich Deinen Flug,

sah den gelösten Freudentaumel.

 

Der andere Wind riss mich dann mit,

ließ auch mich freudig tanzen

und trug mich fern von Dir.

 

Dort traf uns doch der eine Regen

und auch derselbe Tag.

Derselbe Wind hob uns empor,

 

ließ uns einander streifen

und trennte unseren Weg

zum selben Ziel des Humuswerdens.


 

 

(c) Annette Gonserowski

ca. 1984 geschrieben

8. August 2021

Für meinen *großen* Bruder

 

 


Fest steht der Stamm,

der uns Zweige trägt,

wenn wild der Wind

uns durcheinanderfegt.

Gelassen lauscht er unserem Knarren,

unserem Weh:

gekerbt ist seine Rinde

und erfahren

von manchem Sturm

und manchem Weh.


für Horst

(c) Annette Gonserowski


Heute hat mein älterer Bruder (t) Geburtstag. Dieses Gedicht widmete ich ihm. Es steht in meinem zweiten Buch, "Zwischen den Sonnengängen", erschienen 1984.

1. August 2021

Kalenderblatt August


 

Mit dem Kalenderblatt des Monats August wünsche ich Euch einen schönen Monat.

Meine Freundin Claudia Ackermann schenkte mir diesen Kalender, in dem sie ihre Aquarellen meine Gedichte zur Seite stellte, Hier hat sie wunderschöne Motive aus meinem südlichen Lieblingsort Denia (Spanien) gemalt.

Danke liebe Claudia.

(c) Aquarelle: Claudia Ackermann, ackiart.de, Gedicht (c) Annette Gonserowski

20. Juli 2021

Die Natur ist stärker

 


Der Mensch ist stark.

Er macht sich die Erde untertan,

erklimmt höchste Höhen,

dringt in tiefste Tiefen,

schwingt sich in die Lüfte,

ist Herr über Mensch, Tier und Natur,

gnadenlos.

 

Die Natur ist stärker.

Sie schlägt zurück mit Gewalt,

mit Blitz, Donner und Regen,

macht Bäche zu reißenden Flüssen,

sie treten über die Ufer,

brechen Dämme,

Fluten brausen über das Land ,

reißen mit Bäume, Häuser, Tiere und Menschen.

 

Die Natur ist stärker,

sie fragt nicht nach Schuld

oder Schuldlossein.

 

(c) Annette Gonserowski