Eigene Lyrik, Fotos und Bilder
Dieser Blog wird durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach archiviert.
28. Februar 2011
25. Februar 2011
Aus alten Gedichten - from old poems - a patir de poemas de edad

Anonym
(für Birgit)
Mein stummer Schrei
prallt gegen Mauersteine,
irrt durch Häuserschluchten,
erstirbt im Beton.
Verzweifelt kämpfen meine Lungen
in Menschenmassen um Sauerstoff.
Ein Kunststoff-Farn
hinter Fensterglas
erweckt die Illusion
vom Überleben.
Die Augen suchen
im Gewühle
nach einem Licht,
das Wärme bringt.
Sie brechen in der Eiseskälte
der Leuchtreklame.
Erschöpft suchen meine Finger
eine Hand zu greifen,
die meinen Fuß im Straucheln
fängt.
Im Fall umklammern sie
Laternenmasten.
(c) Annette Gonserowski
aus: Aufatmen ca.1980
(für Birgit)
Mein stummer Schrei
prallt gegen Mauersteine,
irrt durch Häuserschluchten,
erstirbt im Beton.
Verzweifelt kämpfen meine Lungen
in Menschenmassen um Sauerstoff.
Ein Kunststoff-Farn
hinter Fensterglas
erweckt die Illusion
vom Überleben.
Die Augen suchen
im Gewühle
nach einem Licht,
das Wärme bringt.
Sie brechen in der Eiseskälte
der Leuchtreklame.
Erschöpft suchen meine Finger
eine Hand zu greifen,
die meinen Fuß im Straucheln
fängt.
Im Fall umklammern sie
Laternenmasten.
(c) Annette Gonserowski
aus: Aufatmen ca.1980
geschrieben in Berlin, vor der Entscheidung stehend: in die Großstadt übersiedeln, die damals noch einen Inselcharakter hatte, umgeben von der damaligen DDR.
24. Februar 2011
Nicht stören - not interfere- no interferir
19. Februar 2011
Freundschaft - friendship- amistat


Meine Freundin schenkte mir total überraschend ein kleines Kunstwerk, das unbeschreiblich schön ist: ein Mini-Leporello. Sie hat darin mit dünner Tuschefeder Bilder gezeichnet, für die sie meine Winterfotos als Motiv genommen hat.
Ich freue mich sehr darüber!
Freundschaft
ist wie ein Fluss,
der manchmal
sich zur Welle bäumt,
gar überschäumt,
dann still
zwischen seinen Ufern
träumt.
(c) Annette Gonserowski
Ich freue mich sehr darüber!
Freundschaft
ist wie ein Fluss,
der manchmal
sich zur Welle bäumt,
gar überschäumt,
dann still
zwischen seinen Ufern
träumt.
(c) Annette Gonserowski
18. Februar 2011
17. Februar 2011
Kunst auf Bierdeckeln - art beermat - art de posavasos
Meine Freundin Claudia hat eine Kunstaktions ins Leben gerufen, bei der Bierdeckel mit mannigfacher Kunst versehen werden. Einen habe ich bisher gemalt. Diesen :-)) -
stimmt schon gar nicht mehr: ich hab noch einen bemalt :-)))
Links zu Claudia:
15. Februar 2011
Abschied- farewell- despedia
"Abschied ist wie Sterben",
sagt man.
Als Dein Zug
den Bahnhof verließ,
wartete ich vergebens
auf dieses Sterben.
Als mein Zug
in den andere Richtung fuhr,
starb ich auch nicht.
Als ich am nächsten Morgen erwachte,
fühlte ich mich
endlich
tot.
(c) Annette Gonserowski
für Gerhard: Dieses war das erste Gedicht, mit dem ich eine jahrelange Schreibpause im Jahr 1979 beendete. :-)) Von da an schreibe ich ohne große Pausen.
sagt man.
Als Dein Zug
den Bahnhof verließ,
wartete ich vergebens
auf dieses Sterben.
Als mein Zug
in den andere Richtung fuhr,
starb ich auch nicht.
Als ich am nächsten Morgen erwachte,
fühlte ich mich
endlich
tot.
(c) Annette Gonserowski
für Gerhard: Dieses war das erste Gedicht, mit dem ich eine jahrelange Schreibpause im Jahr 1979 beendete. :-)) Von da an schreibe ich ohne große Pausen.
14. Februar 2011
Zum Valentinstag - Valentins day - dia de san Valentin
13. Februar 2011
Die alte Weide - old tree - el arbol antigua
heute an der Brucher Talsperre
Aus alten Gedichten
ca. 1979
Frühling in Freiburg an der Elbe
Dümpel, Schifflein,
am verlassenen Steg.
Eisiges Wasser
umspült deine Planken,
kalt zurrt der Wind
an der Persenning.
Doch am Kai
blühen schon die Pusekätzchen,
auf deinem Mast
ertönt des Vogels Frühlingslied.
(c) Annette Gonserowski
12. Februar 2011
Collage
Heute steht das Bild im Mittelpunkt. Es ist eine gestellte Aufgabe und beinhaltet verschiedene Techniken. u.a. auch Teile von Originalseiten meines Buches "geliebte Freundin Sehnsucht" mit dem untenstehenden Gedicht.
Sehnsucht
Heute möchte ich ausruhen
von meiner Sehnsucht,
Atem holen
in ihr Schweigen,
lauschen dem Herzschlag,
wie er ruhiger wird,
aushalten
Dein Bild
mit geschlossenen Augen.
(c) Annette Gonserowski
Sehnsucht
Heute möchte ich ausruhen
von meiner Sehnsucht,
Atem holen
in ihr Schweigen,
lauschen dem Herzschlag,
wie er ruhiger wird,
aushalten
Dein Bild
mit geschlossenen Augen.
(c) Annette Gonserowski
11. Februar 2011
Dialoggedichte - poem dialogue - poemas del dialogo
Irina Stasch hat auf ihrer wunderbaren Literaturwebsite ein neues Liebes-Poetisches Manuskript hinzugefügt: Dialoggedichte zwischen meinem Dichterfreund Gerhard Rombach und mir. Wir schreiben hin und wieder Dialoggedichte. Schreiben sie als Antwort auf Gedichte aus unseren Büchern, unseren Bloggedichten oder senden sie uns mit der Bitte um ein Antwortgedicht zu.
Diese neu veröffentlichte Seite ist sehr schön geworden:
http://www.deutsche-liebeslyrik.de/manuskript/manuskript56/manuskript56.htm
Diese Seite beinhaltet ebenfalls Gedichte von mir:
http://www.deutsche-liebeslyrik.de/manuskript/manuskript17/manuskript17.htm
und dann noch die, mit Gedichten von Gerhard Rombach:
http://www.deutsche-liebeslyrik.de/manuskript/manuskript20/manuskript20.htm
9. Februar 2011
Kalenderblatt - Calendar - calendario

Heute wieder ein Kalenderblatt.
Den Kalender schenkte mir eine liebe Freundin zu Weihnachten. Er enthällt neben ihren wunderschönen Fotos meine Gedichte.
*
Das Gedicht entstand nach dem Gespräch mit einem mir sehr liebgewordenen Menschen. Wir besprachen seine Übersetzung eines meiner Gedichte in die altgriechische Sprache. Morgen mehr.
Im Wald - in the forest - en el monte
3. Februar 2011
Aus alten Gedichten - from old poems - de poesia antigua
Spaziergang im Chat- Nebel
Beim Einschalten trittst Du in diese andere Welt.
Gehst durch den Nebel,
den alles Umhüllenden,
den alles Bewahrenden.
Weißt nicht, wohin der Weg führt,
weißt nichts von den Grenzen,
weißt nicht um das Ziel.
Die Stimme, die Du ahnst zwischen den Buchstaben,
der Mensch, den Du siehst zwischen den Zeilen,
ob lang- oder kurzhaarig, immer der gleiche,
dessen Herz schlägt wie Deines,
der Dir so nah ist, der Dir so fern ist,
gewinnt an Kontur.
Verwunderst siehst Du das Zittern der Finger ,
spürst Du das Klopfen des Herzens,
schneller als gestern,
fühlst dieses Kribbeln, das sich vom Nacken zieht,
spürst das Flirren, das lange vergessene,
in Dir.
Die Farbe auf dem Bildschirm nähert sich,
wechselt vom Erdbraun hin zu dem leuchtenden Grün.
Lächeln in Deinen Augen.
Vergeblich versuchst Du Grenzen zu ziehen,
findest den Ausstieg nicht, möchtest den Ausstieg nicht,
möchtest bleiben - und bleibst.
Das magische Wort,
es erreichte Dich aus dem Stuck eines fremden Raumes,
aus verhangenen Bildern früherer Zeiten.
Du spürst diesen Menschen,
der Dir so fremd ist, der Dir vertraut ist,
hörst diese Stimme, die Dir schon lieb ist,
ganz nah.
Und das Wort.
das einzige, das Du verschweigen wolltest,
lebt.
(c) Annette Gonserowski
aus: Flamenca - der unschuldige Duft des Jasmins
Beim Einschalten trittst Du in diese andere Welt.
Gehst durch den Nebel,
den alles Umhüllenden,
den alles Bewahrenden.
Weißt nicht, wohin der Weg führt,
weißt nichts von den Grenzen,
weißt nicht um das Ziel.
Die Stimme, die Du ahnst zwischen den Buchstaben,
der Mensch, den Du siehst zwischen den Zeilen,
ob lang- oder kurzhaarig, immer der gleiche,
dessen Herz schlägt wie Deines,
der Dir so nah ist, der Dir so fern ist,
gewinnt an Kontur.
Verwunderst siehst Du das Zittern der Finger ,
spürst Du das Klopfen des Herzens,
schneller als gestern,
fühlst dieses Kribbeln, das sich vom Nacken zieht,
spürst das Flirren, das lange vergessene,
in Dir.
Die Farbe auf dem Bildschirm nähert sich,
wechselt vom Erdbraun hin zu dem leuchtenden Grün.
Lächeln in Deinen Augen.
Vergeblich versuchst Du Grenzen zu ziehen,
findest den Ausstieg nicht, möchtest den Ausstieg nicht,
möchtest bleiben - und bleibst.
Das magische Wort,
es erreichte Dich aus dem Stuck eines fremden Raumes,
aus verhangenen Bildern früherer Zeiten.
Du spürst diesen Menschen,
der Dir so fremd ist, der Dir vertraut ist,
hörst diese Stimme, die Dir schon lieb ist,
ganz nah.
Und das Wort.
das einzige, das Du verschweigen wolltest,
lebt.
(c) Annette Gonserowski
aus: Flamenca - der unschuldige Duft des Jasmins
1. Februar 2011
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