Wenn die Gedanken
abschweifen
mitten im Trubel,
wenn die Träume kommen
zur Tageszeit,
wenn man lachen möchte
und gleichzeitig weinen,
wenn man einsam geht
und doch nicht allein,
nennt man das Liebe?
(c) Annette Gonserowski
Eigene Lyrik, Fotos und Bilder
Dieser Blog wird durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach archiviert.
30. November 2006
29. November 2006
Kindheit
Erinnern
der endlosen Sommer,
der nie endenden Stunden,
der unendlichen Zeit.
Lebendig
die Zwerge im Baumstamm,
die Bambies im Wald,
die Märchen in heimlichen Hütten im Dornbusch.
Nicht vergessen
die schützenden Arme der Mutter,
die wärmende Stimme des Vaters,
die tiefe Geborgenheit.
(c) Annette Gonserowski
der endlosen Sommer,
der nie endenden Stunden,
der unendlichen Zeit.
Lebendig
die Zwerge im Baumstamm,
die Bambies im Wald,
die Märchen in heimlichen Hütten im Dornbusch.
Nicht vergessen
die schützenden Arme der Mutter,
die wärmende Stimme des Vaters,
die tiefe Geborgenheit.
(c) Annette Gonserowski
27. November 2006
Außerhalb
Außerhalb des Begreiflichen,
außerhalb des Fassbaren,
wider jede Vernunft
hab ich Dich gern.
Zeilen schwarz auf grauem Grund,
Zeilen verschwimmend am Bildschirm.
Ein Lächeln in meinen Augen,
und tausend Kilometer entfernt
lächelst Du ...
Außerhalb des Begreiflichen,
außerhalb des Fassbaren,
wider jede Vernunft
hast Du mich gern.
(c) Annette Gonserowski
außerhalb des Fassbaren,
wider jede Vernunft
hab ich Dich gern.
Zeilen schwarz auf grauem Grund,
Zeilen verschwimmend am Bildschirm.
Ein Lächeln in meinen Augen,
und tausend Kilometer entfernt
lächelst Du ...
Außerhalb des Begreiflichen,
außerhalb des Fassbaren,
wider jede Vernunft
hast Du mich gern.
(c) Annette Gonserowski
26. November 2006
November-Blues

Bildnis der Kastalia
Im Park der Universität Wien
für Dich
Heute
denk ich an Dich.
Heute
fehlt mir kein Wort.
Tauche ein
in das Gestern,
gleite ins Heute,
bis das Herz holpert
vor Freude
und Schmerz.
Heute
denk ich an Dich,
erhelle
den lichtlosen Tag.
(c) Annette Gonserowski
Anmerkung:
Kastalia, Nymphe von Delphi,
steht für Weisheit und Dichtung.
Allein
25. November 2006
Geschenk-Gedicht
24. November 2006
Suche

Du warst so fern.
Hinter den tausend Bergen,
hinter den tausend Tälern,
über den vielen Flüssen –
ich wusste nicht wo.
Ich suchte dich dort
und in den Wolken,
auch in dem Regen,
in einem Sonnenstrahl,
in jeder Blüte.
Ich fand dich nicht
an diesen Orten.
Du warst so nah,
bist jetzt noch dort:
du bist in meinem Herzen.
(c) Annette Gonserowski
23. November 2006
Suche

Suchte
und wusste nicht, was.
Suchte auf
Wegen, an unwegsamen Plätzen,
suchte im Himmel und auf Erden,
suchte dazwischen.
Suchte im Wirklichen und scheinbar Unwirklichen,
suchte im Wahrhaftigen und Unwahren.
Die Wirklichkeit wurde unwirklich,
scheinbar Unwahres wahr,
ich fand Schlafendes und Wachendes,
fand Sein und Schein,
Wichtiges wurde unwichtig,
Unwichtiges wichtig,
wollte bleiben, wurde vertrieben,
sollte bleiben und verließ,
wollte Heimat, fand Fremde,
fand Ferne, fand Nähe,
wollte halten und wurde gelassen,
ließ und wurde gehalten,
fand Süße, fand Bitterkeit,
war fröhlich, war verzweifelt,
war erdschwer und leicht.
Meine Seele,
tief in mir verborgen,
fand und erkannte
die verwandte Seele.
Ich hielt sie nicht.
Da fand sie zu mir,
und schenkte mir
ihr Schweben.
(c) Annette Gonserowski
21. November 2006
Geschenk- Gedicht

Morgenrot
Die Wolken der Nacht weichen dem neuen Tag.
Wer bist Du fremde Frau?
Die wenigen Worte- umhüllend wie ein warmer Mantel.
Die wenigen Blicke - erfrischend wie ein kühler Wind.
In einem Moment nah - im nächsten Moment so weit entfernt.
Dazwischen Distanz.
Wer bist Du fremde Frau?
(c) Cl. A.
Dieses Gedicht schrieb mir meine Freundin Claudia auf dem Weg zu unserer Freundschaft.
20. November 2006
Unbändige Sehnsucht

"Vergangenheit" altes, ausgebautes Fenster
meines Elternhauses
Diese unbändige Sehnsucht
nach dem Klang
Deiner nahenden Schritte,
nach dem Duft,
der mit Dir ins Zimmer weht,
nach dem Schimmern Deiner Haare
im Gegenlicht,
nach dem Lächeln
um Deinen Mund,
nach Deiner Stimme
und den Worten,
die nur für mich gültig sind,
nach Deinen Lippen,
nach Deinen Fingerkuppen
und nach dem Gefühl
auf meiner Haut,
das bleibt,
wenn Du schon gegangen bist.
(c) Annette Gonserowski
19. November 2006
Spaziergang im Chatnebel

Beim Einschalten trittst Du in diese andere Welt.
Gehst durch den Nebel,
den alles Umhüllenden,
den alles Bewahrenden.
Weißt nicht, wohin der Weg führt,
weißt nichts von den Grenzen,
weißt nicht um das Ziel.
Die Stimme, die Du ahnst zwischen den Buchstaben,
der Mensch, den Du siehst zwischen den Zeilen,
ob lang- oder kurzhaarig, immer der gleiche,
dessen Herz schlägt wie Deines,
der Dir so nah ist, der Dir so fern ist,
gewinnt an Kontur.
Verwunderst siehst Du das Zittern der Finger ,
spürst Du das Klopfen des Herzens,
schneller als gestern,
fühlst dieses Kribbeln, das sich vom Nacken zieht,
spürst das Flirren, das lange vergessene,
in Dir.
Die Farbe auf dem Bildschirm nähert sich,
wechselt vom Erdbraun hin zu dem leuchtenden Grün.
Lächeln in Deinen Augen.
Vergeblich versuchst Du Grenzen zu ziehen,
findest den Ausstieg nicht, möchtest den Ausstieg nicht,
möchtest bleiben - und bleibst.
Das magische Wort,
es erreichte Dich aus dem Stuck eines fremden Raumes,
aus verhangenen Bildern früherer Zeiten.
Du spürst diesen Menschen,
der Dir so fremd ist, der Dir vertraut ist,
hörst diese Stimme, die Dir schon lieb ist,
ganz nah.
Und das Wort.
das einzige, das Du verschweigen wolltest,
lebt.
(c) Annette Gonserowski
18. November 2006
16. November 2006
Geschenk-Gedichte

Rosen am Haus meiner Freundin
Einige wenige Gedichte habe ich, die ich geschenkt bekommen habe.
Freundinnen und Freunde schrieben sie für und manchmal über mich. Sie sind Kostbarkeiten, die ich voller Scheu und tiefer, innerer Freude entgegennahm.
Sie berühren mich, wenn ich sie lese, ihr Zauber und ihre Wärme umhüllen mich.
Sie sind erstes Kennenlernen, später tiefe Verbundenheit und Vertrauen.
Diese Gedichte bedeuten mir sehr viel.
Mit der sporadischen Veröffentlichung möchte ich danken und ermutigen, dem Menschen, den man gern hat, ein Gedicht zu schenken.
Ich beginne mit einem Gedicht, dass mir vor vielen Jahren eine liebe Freundin schenkte. Es ist das erste Gedicht-Geschenk, das ich erhielt:
Danke
(für Annette)
Sich gegenseitig etwas geben,
sich beiderseitig zu vermissen,
sich beieinander auszuruhen,
sich füreinander freuen,
sich umeinander sorgen
sich so geben können, wie man ist,
dass nennt man wohl Freundschaft.
Dr. B.K.
Telefonat
15. November 2006
Schreiben
14. November 2006
Freundschaftsgedicht
12. November 2006
Letzte Freiheit im Pflegeheim

In diesem Zimmer
rechts des langen Flures,
fernab des Daseins,
dort, wo das Ende
den Anfang nimmt,
liegt sie
zwischen den Möbeln
des vergangenen Lebens,
hinter den Stäben des Bettes,
gefangen in ihrer vergänglichen Hülle.
Ihre Sehnsucht,
die unstillbare,
erhebt sich in lichten Momenten
in die unendliche Freiheit,
malt mit gebrechlichen Fingern
Träume
in die stickige Luft.
(c) Annette Gonserowski
11. November 2006
Heimat
9. November 2006
Im Süden
8. November 2006
Licht
7. November 2006
Guten Morgen
5. November 2006
Dialoggedichte

Schnee
Sieh den Schnee
der aus dem Norden kommt
und fühle die Eismeerluft
die ich dir sende
Atme mich ein,
lasse dein Herz
weit werden
und schneller schlagen
Goldflimmer
in der Seele.
(c) Gerhard Rombach
Entstauben
Den Goldflimmer
aus den Gedanken schütteln,
vom plüschigen Samt
die Seele befreien -
jetzt die Ahnung des Schnees einatmen,
der Eiskristallglitzern in die Augen weht.
In seiner unverbrauchten Kühle
das Herz weit werden lassen,
die Lungen mit Neuem füllen.
(c) Annette Gonserowski
Dialoggedichte

Wort-Insel
Einst waren die Worte
uns Insel,
auf der wir Zuflucht
suchten
und uns begegneten,
auf der wir lebten.
Heute tauchen wir ein
in die Untiefen
des Schweigens,
vergaßen die Silben
um zu beschreiben,
was uns geschah.
(c) Annette Gonserowski
Luftschlösser
Unsere Gedichte
sind Brücken
über das Schweigen,
Rettungsinseln
im Meer der Einsamkeit.
Unsere Worte
bauen Schlösser
aus Luft
und trocknen
Tränen -
deine
und meine.
(c) Gerhard Rombach
4. November 2006
Herbst
3. November 2006
Geborgen
Abschied
Wenn auch zum völlig unpassenden Zeitpunkt, heute ein Frühlingsgedicht im beginnenden Winter.
Ich möchte einem Freund damit zeigen, dass ich mich seit vielen Jahren mit der Bedrohung unseres Planeten, des Menschen und jeglicher Kreatur auf ihm, durch den Menschen beschäftige. Ich schrieb es irgendwann zwischen 1980 und 1985.
Was soll ich Dir
von Abschiednehmen
sagen,
jetzt, wo das erste Grün
der Kälte trotzt?!
Du brauchst die kleinen Sänger
nur zu fragen:
manch Nest bleibt leer
und auf uns lauert auch der Tod.
Verseucht sind Fluß und Boden,
ach, die ganze Erde.
Krieg ist nicht nur in Nicaragua
und an dem Mittelmeer:
manch Frühlingsblume
blüht an einer Raketenbase
und Du fragst mich,
warum mir ist das Herz so schwer.
In Afrika verhungern Kinder,
im deutschen Altersheim stirbt
allein ein Mensch,
unsere Stunden bestimmen die Computer,
die Zeit, die kein Verweilen kennt.
Frag mich doch,
woher ich Luft zum Leben nehme!
Ich sage Dir:
mein Brustkorb wird mir eng.
Nimm mich bitte in die Arme,
damit ich Liebe spür
und für einen Augenblick
geborgen bin.
(c) Annette Gonserowski
Ich möchte einem Freund damit zeigen, dass ich mich seit vielen Jahren mit der Bedrohung unseres Planeten, des Menschen und jeglicher Kreatur auf ihm, durch den Menschen beschäftige. Ich schrieb es irgendwann zwischen 1980 und 1985.
Was soll ich Dir
von Abschiednehmen
sagen,
jetzt, wo das erste Grün
der Kälte trotzt?!
Du brauchst die kleinen Sänger
nur zu fragen:
manch Nest bleibt leer
und auf uns lauert auch der Tod.
Verseucht sind Fluß und Boden,
ach, die ganze Erde.
Krieg ist nicht nur in Nicaragua
und an dem Mittelmeer:
manch Frühlingsblume
blüht an einer Raketenbase
und Du fragst mich,
warum mir ist das Herz so schwer.
In Afrika verhungern Kinder,
im deutschen Altersheim stirbt
allein ein Mensch,
unsere Stunden bestimmen die Computer,
die Zeit, die kein Verweilen kennt.
Frag mich doch,
woher ich Luft zum Leben nehme!
Ich sage Dir:
mein Brustkorb wird mir eng.
Nimm mich bitte in die Arme,
damit ich Liebe spür
und für einen Augenblick
geborgen bin.
(c) Annette Gonserowski
2. November 2006
Morgen
1. November 2006
Raben im Herbst

Vergeblicher Halt vor dem Schnee
Wintervögel
im blattlosen Baum
plustern auf ihr schwarzes Gefieder,
äugen mit dunkelen Blicken
auf den einsamen Pfad.
Keine Feder
über das Ende des Weges,
kein Flug
über unendliche Weiten,
kein Ziel
hinter den Grenzen,
verstummt
ihr Sommerlied.
(c) Annette Gonserowski
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