Eigene Lyrik, Fotos und Bilder




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19. Februar 2021

Zugvögel


Ich sehe was, was Du nicht siehst... oder?

 

 

Heut kamen sie in langem Zug

hoch in den wolkenschweren Lüften,

Gefieder voll mit nahen Düften

streifte uns nur kurz ihr weiter Flug.

 

Es ist ihr Ruf, der Hoffnung trägt,

den wir ersehnt in langen Nächten,

wenn ob des kalten Winters Mächten

das Herz nur mühsam schlägt.

 

Von fern hört ich im Abendlicht

den hundertfachen Flügelschlag,

hörte den ersehnten Schrei.

 

Ach wenn im Eiskristall die Sonne bricht:

es vergeht nur noch ein Tag

und der Winter ist vorbei.


 

(c) Annette Gonserowski

aus alten Gedichten

 

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