Eigene Lyrik, Fotos und Bilder




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2. April 2006

Anvertraut

Hab meinen Traum
der Welle anvertraut.
Sie trug ihn fort,
spülte ihn zurück
und trug in fort
mit unbestimmten Ziel.
Gischt nun auf meiner Haut,
auf meinen Lippen Salz,
Wind streichelt mein Gesicht.
Spür ich vom Traum ein Stück?

Was ist, wenn ohne Wiederkehr
der Traum entzogen wurd?
Wenn Stund
und Tag
und Jahr
zerrinnt,
am End ich nicht einmal
einen Hauch des Traums
in dem Verflossenen find?

Trägt dann die Welle
meine Trauer fort,
spült sie zurück
und trägt sie fort
mit unbestimmten Ziel?
Gischt dann auf meiner Haut,
auf meinen Lippen Salz,
Wind streichelt mein Gesicht?

Oder spült die Welle
meine Trauer nur an Land,
läßt sie bei mir zurück?

(c) Annette Gonserowski

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