Eigene Lyrik, Fotos und Bilder




Dieser Blog wird durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach archiviert.








27. Juni 2020

Sei doch einfach still










Sei doch einfach still

Du törnst mich ab,
weil ich das Verschwiegene
zwischen deinen Sätzen spüre,
während ich den Worten lausche,
die halbwahr an
mir vorbeirauschen.

Wie schön wäre es,
nichts zu hören
als das Tropfen des Regens
vom Blatt,
das Werben der Amsel
um Liebe,
das Dennoch.

(c) Annette Gonserowski

25. Juni 2020

Der Blick auf das Meer





Der Blick aufs Meer

Und wieder der Blick
auf das Meer
in der Stille des Zimmers.
Und wieder die Wellen
auf flirrenden Bildschirm.
Diese Welt ist so fern,
auch die Ruhe der Berge,
der Duft der Kräuter,
das lautlose Gleiten des Bergadlers.

Doch mein Herz
schlägt wie damals,
als ich die Schönheit
nicht fassen konnte
und ich den Duft mitnahm,
heimlich,
mit gebrochenen Zweig,
der das Zimmer erfüllte
und Sehnsucht säte
in meinem Herzen.
Sehnsucht,
immer und immer
wiederkehren zu mögen.

Diese Sehnsucht
nach Frieden,
nach Stille,
sie bleibt.


(c) Annette Gonserowski

24. Juni 2020

Poesie-Steine





Poesie-Steine, die teilweise einen Empfänger hatten.

22. Juni 2020

Sommersonnenwende




Sommersonnenwende

Die Sonne –
ein flirrender Kreis,
der die Augen blendet.
Lang ist der Tag
und kürzest die Nacht.

Was mag geschehen
nach dieser Wende
zum Winter hin?
Werden Worte versinken
in einer anderen Welt
mit Grenzen,
unüberwindbar?
Wird Lachen sein,
Herzschlag an Herzschlag,
das Wissen um Liebe.
Wird Erkennen
oder Vergessen sein?

Was wird sein,
wenn der Tag am kürzesten ist
und die Sonne sich wendet
zur Wärme hin,
inmitten der Kälte?

(c) Annette Gonserowski