Eigene Lyrik, Fotos und Bilder




Dieser Blog wird durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach archiviert.








6. November 2021

Herbstbunt





 

So farbenfroh,
so federleicht,
so voller Knistern,
voller Schweben,
so voller letzter Glut,
so voll Vergänglichkeit -
Du meine Liebe -
Herbst.

(c) Annette Gonserowski

4. November 2021

Aus der Nähe

 


 

Herausgetreten aus der Nähe
schaue ich:
Teile eines Ganzen sind wir,
Ameisen,
die unermüdlich beladen zurückkehren,
blühende, welkende Blumen,
lockere Blätter im Sturm.

Verloren wären wir,
wäre da nicht,
die verlässliche Erde.

 

(c) Annette Gonserowski

 

3. November 2021

Heideherbst

 

 








Der Nebel riss auf

beim Blick in deine Augen.

 

Deine Augen,

die mir zu träumen halfen

und zu vergessen

den Herbst und den Wind,

der forttrug

die Sonne, die Wärme, das Licht.

 

Sattel dein wildestes Pferd.

Lass uns reiten

zu den Holunderbuschen.

 

Dort, wo die Beeren am dunkelsten sind,

wollen wir stellen den Wind

und ihm rauben,

die Sonne, die Wärme, das Licht.

 

 (c) Annette Gonserowski


Sehr gerne fuhren wir in vielen Jahren im Herbst mit unseren Pferden in die Südheide, wo dieses Gedicht entstand.

Das Foto zeigt mich ca. 20 jährig. Da habe ich auch meinen Mann kennengelernt.

Auf dem Foto reite ich die Dressurprüfung zur Stadtmeisterschaft, die ich übrigens mit einem anderen Pferd gewann.

 

2. November 2021

Herbst

links meine Dichterklause

 

Wie die Blätter wehen,
wie der Wind sie treibt,
gestern noch fest am Baum.

Wie die Stunden eilen,
wie der Tag sie drängt,
gestern noch unendlich.

Wie die Worte sprudelten,
wie die Gedanken flogen,
heut' schon Vergangenheit.

 

(c) Annette Gonserowski