Eigene Lyrik, Fotos und Bilder
Dieser Blog wird durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach archiviert.
30. Oktober 2007
Lauern
Da ist es wieder,
das Holpern
und Stolpern
hinter den Rippen,
das Schauern
und Lauern
auf dieses Wort,
das die Worte
zum Satz werden läßt,
das den Satz
zum Gedicht werden läßt,
das unruhig macht,
weil es fehlt.
(c) Annette Gonserowski
das Holpern
und Stolpern
hinter den Rippen,
das Schauern
und Lauern
auf dieses Wort,
das die Worte
zum Satz werden läßt,
das den Satz
zum Gedicht werden läßt,
das unruhig macht,
weil es fehlt.
(c) Annette Gonserowski
26. Oktober 2007
November
Wieder November,
wieder entfloh das Jahr
mit vergehendem Bunt.
Wieder November -
mir fehlt das Wort,
um neu zu beschreiben
das Dunkel am Morgen,
das Dunkel am späten Mittag,
das Dunkel in mir.
(c) Annette Gonserowski
wieder entfloh das Jahr
mit vergehendem Bunt.
Wieder November -
mir fehlt das Wort,
um neu zu beschreiben
das Dunkel am Morgen,
das Dunkel am späten Mittag,
das Dunkel in mir.
(c) Annette Gonserowski
24. Oktober 2007
Lächeln
20. Oktober 2007
Morgenbegleiter
Helfende Hände im Herbst
(c) "Helfende Hände" von Ursula Pahnke-Felder
Liebe Ursula,
danke für die helfenden Hände im Herbst.
Die Überraschung ist Dir gelungen! Ich hab mich sehr gefreut.
Ganz sicher werden sie helfen, denn immer wenn ich sie anschaue, freue ich mich und spüre ihre helfende Kraft!
Ganz lieb!
Herzliche Grüße
Annette
danke für die helfenden Hände im Herbst.
Die Überraschung ist Dir gelungen! Ich hab mich sehr gefreut.
Ganz sicher werden sie helfen, denn immer wenn ich sie anschaue, freue ich mich und spüre ihre helfende Kraft!
Ganz lieb!
Herzliche Grüße
Annette
16. Oktober 2007
Minimalismus
14. Oktober 2007
7. Oktober 2007
Künstlerin trifft Dichterin

(c) Rengha Rodewill
Rengha Rodewill trifft Mascha Káléko
Dieses Kunstwerk erschuf meine Freundin Rengha Rodewill. Es wurde im Kolbe-Museum in Berlin ausgestellt und von der Kunstkritik viel beachtet und hoch gelobt.
2000 Textabschnitte aus dem Werk Mascha Kalékos klebte die Künstlerin auf ihre Plastik. Nicht wahllos, sondern bedacht. So sind z.B. am Rücken die Texte zu lesen, die die jüdische Dichertin Mascha Kaléko schrieb, nachdem sie Deutschland den Rücken kehren und im Exil in Israel leben mußte.
Mich als Schriftstellerin berührt dieses Kunstwerk sehr. Es ist wunderschön. Eine große Hommage an eine Dichterin.
(c) Annette Gonserowski
Oktober
der letzte Schnitt
Verschweige
das Bunt des Blattes
unter dem Himmel im Mittag,
der nach Schnee riecht.
Ahnungsschwere Wolken
treiben an ihm,
die gefärbten Berge erklimmend,
hinter denen die Angst sich verbirgt.
Schau nur!
Hinter den Zweigen
rüsten die Vögel den Abschied!
Die Sonne versinkt schnell.
Dunkel das Haus
im Schatten der nahenden Kälte.
Bald trägt der Baum
die Trauerfarbe.
(c) Annette Gonserowski
geschrieben ca. 1982
6. Oktober 2007
3. Oktober 2007
13 Jahre Glücklichsein
Heute vor 13 Jahren kam unser Airedale zu uns.
Ein Bündelchen Fell, das an uns fremde Menschen geschmiegt, den weiten Weg von seinem Zwinger in Bramsche ins Sauerland fuhr.
Die Jahre mit ihm bedeuten dreizehn Jahre Glücklichsein, gegenseitige Geborgenheit, Freude, Lachen, Tollen, Schmusen, Verstehen - einfach pures Glück. Manchmal auch Sorgen, die durch den Blick in seine Augen und die Liebe, die daraus schaut, leichter wurden. Ein Wesen voller Liebe und bedingungsloser Zuneigung, die erwidert wird.
Ich nenne ihn Perestroika-Hund: seine Mutter war amerikanischer Abstammung, sein Vater kam aus einem Zwinger der ehemaligen DDR. Und zu uns kam er am Jahrestag der deutschen Einheit.
Möge uns noch eine lange, gemeinsame Zeit gelten.
Ein Bündelchen Fell, das an uns fremde Menschen geschmiegt, den weiten Weg von seinem Zwinger in Bramsche ins Sauerland fuhr.
Die Jahre mit ihm bedeuten dreizehn Jahre Glücklichsein, gegenseitige Geborgenheit, Freude, Lachen, Tollen, Schmusen, Verstehen - einfach pures Glück. Manchmal auch Sorgen, die durch den Blick in seine Augen und die Liebe, die daraus schaut, leichter wurden. Ein Wesen voller Liebe und bedingungsloser Zuneigung, die erwidert wird.
Ich nenne ihn Perestroika-Hund: seine Mutter war amerikanischer Abstammung, sein Vater kam aus einem Zwinger der ehemaligen DDR. Und zu uns kam er am Jahrestag der deutschen Einheit.
Möge uns noch eine lange, gemeinsame Zeit gelten.
1. Oktober 2007
Einladung
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Einladung
Kunstausstellung Bilder, Skulpturen und Puppen
Lesung
mit musikalischer Umrahmung
der Künstlergruppe "Kultur pur"
am 01.11.2007
im Rathaus der Stadt Kierspe
Ratssaal
Beginn: 11.00 Uhr
Kunstausstellung Bilder, Skulpturen und Puppen
Lesung
mit musikalischer Umrahmung
der Künstlergruppe "Kultur pur"
am 01.11.2007
im Rathaus der Stadt Kierspe
Ratssaal
Beginn: 11.00 Uhr
30. September 2007
Einfach so
29. September 2007
Heute

Gingko-Blatt am Haus von Ernst Meister/Gingko-Blatt einer Besucherin
natürlich echt
Manchmal
möchte ichuns von außen betrachten,
als Fremde
oder als Freundin.
Möchte
unsere Grenzen sehen,
die vielleicht enger sind
oder weiter,
die wir manchmal
unbewußt berühren,
oder überschreiten,
oder ängstlich vor ihnen zurückweichen -
oder es gibt keine.
Möchte das Lachen sehen,
das verborgene, hinter den Mundwinkeln,
oder die Tränen,
ungeweint hinter den Lidern.
Möchte unsere Worte hören,
die verschwiegenen,
unsere geheimen Gedanken kennen.
Manchmal
möchte ich
wissen,
wie nah
oder entfernt wir uns sind,
möchte uns erkennen,
bedingungslos
und uns verstehen.
Heute
möchte ich nur wissen,
wo Du bist.
(c) Annette Gonserowski
27. September 2007
Meinem Patenkind

Anja und ich am Tag ihrer Taufe
Anjas Piano-Recital anläßlich ihrer Abiturfeier
Anja
Du kamst zu mir
wie ein Blütenzweig
im tiefsten Winter:
so unverhofft,
so zart,
so wunderschön.
Ich liebe Dich
wie ein alter Baum
die jungen Triebe liebt:
mit ihren prallen Knospen,
frischem Grün
und neuem Licht.
Ich möchte
Dich auf Deinem Lebensweg begleiten:
bei Frühlingssonne,
Sommerwinden,
gerne noch
im Herbst ein Stück.
(c) Annette Gonserowski
Du kamst zu mir
wie ein Blütenzweig
im tiefsten Winter:
so unverhofft,
so zart,
so wunderschön.
Ich liebe Dich
wie ein alter Baum
die jungen Triebe liebt:
mit ihren prallen Knospen,
frischem Grün
und neuem Licht.
Ich möchte
Dich auf Deinem Lebensweg begleiten:
bei Frühlingssonne,
Sommerwinden,
gerne noch
im Herbst ein Stück.
(c) Annette Gonserowski
26. September 2007
Einladung
Einladung
Kunstausstellung Bilder, Skulpturen und Puppen
Lesung
mit musikalischer Umrahmung
der Künstlergruppe "Kultur pur"
am 01.11.2007
im Rathaus der Stadt Kierspe
Ratssaal
Beginn: 11.00 Uhr
Eröffnung durch den Bürgermeister der Stadt Kierspe, Herrn Emde
Claudia Ackermann (Gemälde)
Silvia Baukloh (Puppen und Skulpturen)
Christophe Bossu (Gemälde und Lesung)
Doris Falkenroth (Gemälde)
Velina van der Gaag (Lesung und Gitarrenmusik)
Annette Gonserowski (Gemälde und Lesung)
Annette Klingelhöfer (Lesung)Karin Leßmeier (Gemälde)
Werner Myska (Gemälde)
Nevzat Yalcin (Lesung).
Der Eintritt ist frei
25. September 2007
Herbst
Sanft
umhüllt
das Licht
des Blattes Schweben,
spiegelt es
tausendfach
in Regentropfen.
Nichts hält
den Augenblick,
das Sinken.
Im Licht
das Blatt,
die Erde,
das Vergehen.
Sanft
fällt das Licht
auf meinen Weg,
spiegelt
buntes Blatt
in meinen Augen.
Ich fahre fort,
nichts hält
mich auf.
Im Licht,
in seinem Schatten,
ich,
bis zum Ziel.
(c) Annette Gonserowski
umhüllt
das Licht
des Blattes Schweben,
spiegelt es
tausendfach
in Regentropfen.
Nichts hält
den Augenblick,
das Sinken.
Im Licht
das Blatt,
die Erde,
das Vergehen.
Sanft
fällt das Licht
auf meinen Weg,
spiegelt
buntes Blatt
in meinen Augen.
Ich fahre fort,
nichts hält
mich auf.
Im Licht,
in seinem Schatten,
ich,
bis zum Ziel.
(c) Annette Gonserowski
17. September 2007
Herbst
für meinen geliebten Zwilling
Ich wasche den Sommer,
der kein Sommer war,
von meinem Auto,
wasche von den Felgen Matsch,
von den Scheiben Regenspuren,
wachse den Lack,
der mit uns in die Jahre kam.
Nun wird es Herbst,
früh sinkt das Licht.
Mit den Blättern fliegt die Zeit.
Wir lassen zu,
was nicht zu ändern ist,
wissen um das Licht,
das wiederkehrt
und um den Lichterschein,
der in das Dunkel leuchtet.
Wir schauen uns in's Gesicht,
es ist ein offenes Buch:
mal sind wir Clowns,
mal müde Optimisten.
(c) Annette Gonserowski
Ich wasche den Sommer,
der kein Sommer war,
von meinem Auto,
wasche von den Felgen Matsch,
von den Scheiben Regenspuren,
wachse den Lack,
der mit uns in die Jahre kam.
Nun wird es Herbst,
früh sinkt das Licht.
Mit den Blättern fliegt die Zeit.
Wir lassen zu,
was nicht zu ändern ist,
wissen um das Licht,
das wiederkehrt
und um den Lichterschein,
der in das Dunkel leuchtet.
Wir schauen uns in's Gesicht,
es ist ein offenes Buch:
mal sind wir Clowns,
mal müde Optimisten.
(c) Annette Gonserowski
13. September 2007
12. September 2007
Vorbei
11. September 2007
11. September 2001
Ganz oben
zwischen Wolken
und Sonnenstrahlen,
fernab der Erde,
fern des geschäftigen Treibens,
fern jeglichen Lärms,
dem Himmel nah,
Träume von Liebe und Leben.
Träume vom Sterben
und ewigem Leben
im Flug eines Irren
durchbrach
die Mauern der Stille.
Lodernde Flammen
in brechenden Blicken.
Das weiße Laken,
Botschaft des Friedens,
am Fenster,
zwischen berstenden Mauern,
zwischen fallenden Steinen,
begraben
unter Asche und Schutt
wurde Totentuch.
--- damit wir nicht vergessen
(c) Annette Gonserowski
zwischen Wolken
und Sonnenstrahlen,
fernab der Erde,
fern des geschäftigen Treibens,
fern jeglichen Lärms,
dem Himmel nah,
Träume von Liebe und Leben.
Träume vom Sterben
und ewigem Leben
im Flug eines Irren
durchbrach
die Mauern der Stille.
Lodernde Flammen
in brechenden Blicken.
Das weiße Laken,
Botschaft des Friedens,
am Fenster,
zwischen berstenden Mauern,
zwischen fallenden Steinen,
begraben
unter Asche und Schutt
wurde Totentuch.
--- damit wir nicht vergessen
(c) Annette Gonserowski
September
9. September 2007
Mein geliebtes Hündchen

(c) koko - Annette Gonserowski
Als Du zu mir kamst
auf dicken Tatzen,
das zu große Fellchen
nicht groß genug
für all die Seeligkeit,
war unser Weg weit.
Wir ließen sorglos
die Sommer verblühen,
die Winter ungeachtet
durch kahle Zweige ziehen,
das Glück war nicht
in Zeiten zu messen.
Heute ist unser Weg
mühsam,
Dein Fellchen zu klein
für meine Traurigkeit.
Heute beargwöhne ich
die schwindenden Stunden,
mißtraue dem ziehenden Wind,
dem lockeren Blatt,
dass sie Dich nicht
mit sich nehmen.
(c) Annette Gonserowski
8. September 2007
Ein Geschenk meiner Freundin
7. September 2007
6. September 2007
Seelenschwestern-Gedichte

Diesen Regenbogen sandte mir Rosalva gestern.
Bei mir war zeitgleich auch ein Regenbogen.
Regenbogen
Als ich an Dich dachte,
riß der Himmel auf,
spannte Regenbögen
von Dir zu mir,
von mir zu Dir,
auf denen wir unsere Gedanken
auf die Wanderung schickten,
schillernd in bunten Farben,
und unsere Augen glitzerten
vor Freude und Glück.
(c) Annette Gonserowski
Regenbogen
Gespannt zwischen schwarze Wolken,
eine bunte Brücke
in schillernden Farben.
Im Sonnenstrahl aus dem Wolkenloch
glitzerten die Regentropfen
wie Diamanten.
Am Fuße des Regenbogens
trafen sich unsere Gedanken
im Sekundenglück.
(c) Rosalva Godim
"Meinen" zeitgleichen Regenbogen simste ich Rosalva
Was blieb
Blick vom Balkon des Meister-Hauses in den Garten
(Ernst Meister gewidmet)
Du fragst:
was bleibt?
Es blieb
der Gingko- Baum
hinter dem Haus,
sein Blätterrauschen,
das Dich einst umhüllte,
der Deinen kargen Worten lauschte,
sie bewahrte.
Mich wundert nicht,
wie nah sie sind,
wie klar
in seinem Raunen.
(c) Annette Gonserowski
4. September 2007
Regenbogen
2. September 2007
Lesung im Hause von Ernst Meister
Der grüne Salon im Hause des Dichters Ernst Meister
Heute hatte ich die große Ehre, auf Einladung der Tochter des Dichters Ernst Meister in dessen Haus im grünen Salon zu lesen. Ich bewundere die Lyrik dieses großen westfälischen Dichters sehr. Ernst Meister erhielt namhafte Literaturpreise, so den Büchner-Preis, den Petraca-Preis, den Rilke-Preis.
Frisch noch die Erinnerung an die Nachlassübergabe Meisters im Westfälischen Literaturarchiv in Münster, zu der ich seinerzeit geladen war.
Es war für mich heute ein ergreifendes Gefühl, in den Räumen zu weilen, in denen der Dichter, der einer der größten Lyriker Deutschlands ist, lebte. Einige Räume haben noch das original Mobilar, wie sie es zu Lebzeiten Ernst Meisters hatten, so auch der grüne Salon..
Zu Ehren Ernst Meisters, der morgen Geburtstag hätte, fand diese Veranstaltung statt. Nachstehend eines seiner bekanntesten Gedichte.
Geist zu sein...
Geist zu sein
oder Staub, es ist
dasselbe im All.
Nichts ist, um
an den Rand zu reichen
der Leere.
Überhaupt
gibt es ihn nicht.
Was ist, ist
und ist aufgehoben
im wandlosen Gefäß
des Raums
(c) Ernst Meister
aus: Wandloser Raum, Gedichte, 1979, Luchterhand
1. September 2007
Dialog-Gedicht
Regenapfel
Keine Antwort
Ich dachte mir es kann
kein Zufall sein dass
wir uns nie getroffen haben
Ich dachte mir es wäre
zu banal gewesen
zu alltäglich vielleicht
Ich stellte mir die Frage
ob wir uns hätten
lieben können
und wußte keine Antwort
(c) Gerhard Rombach
Cyber- Begegnung
Wir begegnen uns täglich
und trafen uns nie;
es gibt keine Zufälle.
Wie hätten wir uns
verstehen sollen,
sprachlos
einander ausgeliefert?
Vielleicht
hätten wir
unsere Träume
gefunden,
in den Augen des Anderen.
Vielleicht
hätten wir sie
bewahrt,
schlafwandlerisch,
bis zum Erwachen -
das wäre kein Zufall gewesen.
(c) Annette Gonserowski
31. August 2007
Freund-Gedicht
leben: gemeinsamer Besuch dieser bezaubernden Buchhandlung in Wien
Tauchgang in den Tag
Augen auf,
tief Luft holen.
Abtauchen
in Apnoe
durch den Alltag
bis zum Abend,
ausser Atem,
ohne gelebt zu haben.
© Christophe Bossu
Auftauchen
Am Abend
auftauchen
aus dem Alltag,
den Streß
aus den Kleidern schütteln,
die unfreiwillige Hülle
und die Sorgen
abstreifen,
kopfüber
ins Leben springen.
© Annette Gonserowski
Augen auf,
tief Luft holen.
Abtauchen
in Apnoe
durch den Alltag
bis zum Abend,
ausser Atem,
ohne gelebt zu haben.
© Christophe Bossu
Auftauchen
Am Abend
auftauchen
aus dem Alltag,
den Streß
aus den Kleidern schütteln,
die unfreiwillige Hülle
und die Sorgen
abstreifen,
kopfüber
ins Leben springen.
© Annette Gonserowski
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