Eigene Lyrik, Fotos und Bilder




Dieser Blog wird durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach archiviert.








1. November 2007

Schau




(c) Christophe Bossu, Silvia Baukloh


Schau,
die Sicht auf die Dinge,
von diesem oder jenem Ort,
wie die Dinge sich ändern,
im Licht oder Schatten,
am Tag oder bei Nacht,
bei Freude oder Grauen.

Schau,
die Dinge,
wie sie die Sicht
verändern,
wie sie uns
verändern,
wie sie die Zeit
verändern.

Schau,
wir,
wie wir die Dinge
verändern,
wie wir die Zeit
verändern,
wie wir uns
verändern.

Schau,
die Zeit -
wie sie alles
verändert.

(c) Annette Gonserowski

Impressionen der Veranstaltung "Grenzüberschreitung" der Künstlergruppe KulturPur




einleitendes Gitarrenspiel






Auf dem Lesungstisch (c) Silvia Baukloh


(c) Silvia Baukloh



Gespräche





Gespräche danach




Dialog mit Puppenkind




Gespräche nach der Lesung




(c) Silvia Baukloh



(c) Silvia Baukloh



(c) Claudia Ackermann





(c) Karin Leßmeier





(c) Doris Falkenroth




(c) Werner Myska, Silvia Baukloh




(c) koko Annette Gonserowski, Doris Falkenroth ,Silvia Baulkoh






(c) Christophe Bossu, Silvia Baukloh, Claudia Ackermann




(c) koko Annette Gonserowski


(c) Claudia Ackermann, Silvia Baukloh



(c) Christophe Bossu, koko Annette Gonserowski






(c) koko Annette Gonserowski



Lesung Gerhild und Nevzat Yalcin




viele Besucher waren gekommen




Viele Besucher


30. Oktober 2007

Lauern

Da ist es wieder,
das Holpern
und Stolpern
hinter den Rippen,
das Schauern
und Lauern
auf dieses Wort,
das die Worte
zum Satz werden läßt,
das den Satz
zum Gedicht werden läßt,
das unruhig macht,
weil es fehlt.

(c) Annette Gonserowski

26. Oktober 2007

Schönheit


November

Wieder November,
wieder entfloh das Jahr
mit vergehendem Bunt.
Wieder November -
mir fehlt das Wort,
um neu zu beschreiben
das Dunkel am Morgen,
das Dunkel am späten Mittag,
das Dunkel in mir.

(c) Annette Gonserowski

24. Oktober 2007

Lächeln


Das ist es wieder,
dieses Lächeln,
das mir gilt,
ausgeschlafen,
fröhlich,
faltenlos,
ohne Wenn und Aber.
Da ist es wieder,
dieses Lächeln,
das mir vertraut ist
auf spiegelndem Grund.
Ich muss es betrachten,
.....näher,
.................. mit Brille......
.... es schwindet.......

(c) Annette Gonserowski

20. Oktober 2007

Morgenbegleiter


Morgenstimmung am Beginn des Spaziergangs


Mein Schätzchen ist schon 13.1/4 Jahre alt.
Er liebt Wärme und holt seinen Mantel vor dem Spaziergang.

Sichtbares frühmorgens im Herbst










Helgas Sonnenschöne

(c) Annette Gonserowski
Diese Fotos machte ich heute morgen bei dem Spaziergang mit meinem Hund.

Helfende Hände im Herbst


(c) "Helfende Hände" von Ursula Pahnke-Felder

Liebe Ursula,

danke für die helfenden Hände im Herbst.
Die Überraschung ist Dir gelungen! Ich hab mich sehr gefreut.

Ganz sicher werden sie helfen, denn immer wenn ich sie anschaue, freue ich mich und spüre ihre helfende Kraft!

Ganz lieb!

Herzliche Grüße
Annette

16. Oktober 2007

Minimalismus

Soledad

Aus vielen Worten
gestrichen
Wort um Wort,
nur wenige blieben.

Gestrichen das eine -
es blieb,
unsichtbar
hinter den Sätzen.

Gestrichen die Sätze,
Satz um Satz.
Einsam, entblößt,frierend
das Wort

Freundschaft.

(c) Annette Gonserowski

14. Oktober 2007

Kleine Frühstücksgäste im Gartenhaus





Die kleinen Nichten

7. Oktober 2007

Künstlerin trifft Dichterin




(c) Rengha Rodewill


Rengha Rodewill trifft Mascha Káléko

Dieses Kunstwerk erschuf meine Freundin Rengha Rodewill. Es wurde im Kolbe-Museum in Berlin ausgestellt und von der Kunstkritik viel beachtet und hoch gelobt.
2000 Textabschnitte aus dem Werk Mascha Kalékos klebte die Künstlerin auf ihre Plastik. Nicht wahllos, sondern bedacht. So sind z.B. am Rücken die Texte zu lesen, die die jüdische Dichertin Mascha Kaléko schrieb, nachdem sie Deutschland den Rücken kehren und im Exil in Israel leben mußte.

Mich als Schriftstellerin berührt dieses Kunstwerk sehr. Es ist wunderschön. Eine große Hommage an eine Dichterin.

(c) Annette Gonserowski

Oktober




der letzte Schnitt

Verschweige
das Bunt des Blattes
unter dem Himmel im Mittag,
der nach Schnee riecht.
Ahnungsschwere Wolken
treiben an ihm,
die gefärbten Berge erklimmend,
hinter denen die Angst sich verbirgt.

Schau nur!
Hinter den Zweigen
rüsten die Vögel den Abschied!
Die Sonne versinkt schnell.
Dunkel das Haus
im Schatten der nahenden Kälte.
Bald trägt der Baum
die Trauerfarbe.

(c) Annette Gonserowski

geschrieben ca. 1982

6. Oktober 2007

3. Oktober 2007

13 Jahre Glücklichsein


Heute vor 13 Jahren kam unser Airedale zu uns.
Ein Bündelchen Fell, das an uns fremde Menschen geschmiegt, den weiten Weg von seinem Zwinger in Bramsche ins Sauerland fuhr.

Die Jahre mit ihm bedeuten dreizehn Jahre Glücklichsein, gegenseitige Geborgenheit, Freude, Lachen, Tollen, Schmusen, Verstehen - einfach pures Glück. Manchmal auch Sorgen, die durch den Blick in seine Augen und die Liebe, die daraus schaut, leichter wurden. Ein Wesen voller Liebe und bedingungsloser Zuneigung, die erwidert wird.

Ich nenne ihn Perestroika-Hund: seine Mutter war amerikanischer Abstammung, sein Vater kam aus einem Zwinger der ehemaligen DDR. Und zu uns kam er am Jahrestag der deutschen Einheit.

Möge uns noch eine lange, gemeinsame Zeit gelten.

1. Oktober 2007

Einladung

************************
Einladung
Kunstausstellung Bilder, Skulpturen und Puppen
Lesung
mit musikalischer Umrahmung
der Künstlergruppe "Kultur pur"
am 01.11.2007
im Rathaus der Stadt Kierspe
Ratssaal
Beginn: 11.00 Uhr

30. September 2007

Einfach so


Das Meer, als Meer
betrachten,
die Welle, als Welle
den Himmel, als Himmel,
den Möwenflug, als Möwenflug,
die Sonne, als Sonne,
den Menschen, als Menschen.
Und nichts spüren -
nicht die Sehnsucht,
nicht die Nähe,
nicht die Ferne,
nicht das Schweben,
nicht die Wärme,
nicht die Liebe.

(c) Annette Gonserowski

29. September 2007

Heute


Gingko-Blatt am Haus von Ernst Meister/Gingko-Blatt einer Besucherin

natürlich echt

Manchmal

möchte ich
uns von außen betrachten,
als Fremde
oder als Freundin.
Möchte
unsere Grenzen sehen,
die vielleicht enger sind
oder weiter,
die wir manchmal
unbewußt berühren,
oder überschreiten,
oder ängstlich vor ihnen zurückweichen -
oder es gibt keine.

Möchte das Lachen sehen,
das verborgene, hinter den Mundwinkeln,
oder die Tränen,
ungeweint hinter den Lidern.
Möchte unsere Worte hören,
die verschwiegenen,
unsere geheimen Gedanken kennen.

Manchmal
möchte ich
wissen,
wie nah
oder entfernt wir uns sind,
möchte uns erkennen,
bedingungslos
und uns verstehen.

Heute
möchte ich nur wissen,
wo Du bist.

(c) Annette Gonserowski

27. September 2007

Meinem Patenkind


Anja und ich am Tag ihrer Taufe

Anjas Piano-Recital anläßlich ihrer Abiturfeier

Anja

Du kamst zu mir
wie ein Blütenzweig
im tiefsten Winter:
so unverhofft,
so zart,
so wunderschön.

Ich liebe Dich
wie ein alter Baum
die jungen Triebe liebt:
mit ihren prallen Knospen,
frischem Grün
und neuem Licht.

Ich möchte
Dich auf Deinem Lebensweg begleiten:
bei Frühlingssonne,
Sommerwinden,
gerne noch
im Herbst ein Stück.

(c) Annette Gonserowski

26. September 2007

Versuch eines Bildnisses


-schnelles Bild - (c) koko- Annette Gonserowski

Einladung

Einladung
Kunstausstellung Bilder, Skulpturen und Puppen
Lesung
mit musikalischer Umrahmung
der Künstlergruppe "Kultur pur"
am 01.11.2007
im Rathaus der Stadt Kierspe
Ratssaal
Beginn: 11.00 Uhr
Eröffnung durch den Bürgermeister der Stadt Kierspe, Herrn Emde
Claudia Ackermann (Gemälde)
Silvia Baukloh (Puppen und Skulpturen)
Christophe Bossu (Gemälde und Lesung)
Doris Falkenroth (Gemälde)
Velina van der Gaag (Lesung und Gitarrenmusik)
Annette Gonserowski (Gemälde und Lesung)
Annette Klingelhöfer (Lesung)
Karin Leßmeier (Gemälde)
Werner Myska (Gemälde)
Nevzat Yalcin (Lesung).
Der Eintritt ist frei

25. September 2007

Herbst

Sanft
umhüllt
das Licht
des Blattes Schweben,
spiegelt es
tausendfach
in Regentropfen.
Nichts hält
den Augenblick,
das Sinken.
Im Licht
das Blatt,
die Erde,
das Vergehen.

Sanft
fällt das Licht
auf meinen Weg,
spiegelt
buntes Blatt
in meinen Augen.
Ich fahre fort,
nichts hält
mich auf.
Im Licht,
in seinem Schatten,
ich,
bis zum Ziel.

(c) Annette Gonserowski

17. September 2007

Herbst



für meinen geliebten Zwilling

Ich wasche den Sommer,
der kein Sommer war,
von meinem Auto,
wasche von den Felgen Matsch,
von den Scheiben Regenspuren,
wachse den Lack,
der mit uns in die Jahre kam.
Nun wird es Herbst,
früh sinkt das Licht.
Mit den Blättern fliegt die Zeit.
Wir lassen zu,
was nicht zu ändern ist,
wissen um das Licht,
das wiederkehrt
und um den Lichterschein,
der in das Dunkel leuchtet.
Wir schauen uns in's Gesicht,
es ist ein offenes Buch:
mal sind wir Clowns,
mal müde Optimisten.

(c) Annette Gonserowski

13. September 2007

Geborgenheit


Gegenseitig gegebene Geborgenheit (c) koko-Annette Gonserowski

12. September 2007

Vorbei




Meditation (c) koko - Annette Gonserowski


Der Tag
an dem der Himmel hoch,
das Herz weit
und das Schweigen licht ist.
Der Tag,
an dem die Worte
nicht fehlen,
der Dich unverletzbar macht.
Dieser Tag,
an dem es
vorbei ist.

(c) Annette Gonserowski

11. September 2007

11. September 2001

Ganz oben
zwischen Wolken
und Sonnenstrahlen,
fernab der Erde,
fern des geschäftigen Treibens,
fern jeglichen Lärms,
dem Himmel nah,
Träume von Liebe und Leben.

Träume vom Sterben
und ewigem Leben
im Flug eines Irren
durchbrach
die Mauern der Stille.
Lodernde Flammen
in brechenden Blicken.
Das weiße Laken,
Botschaft des Friedens,
am Fenster,
zwischen berstenden Mauern,
zwischen fallenden Steinen,
begraben
unter Asche und Schutt
wurde Totentuch.


--- damit wir nicht vergessen
(c) Annette Gonserowski

Szenen einer Siegerehrung





unser Lausbub Feder

September



Vor der Anhöhe
fliegen die Krähen
vom Feld,
rufen schwarz
die Kälte
ins schwindende Licht.
Noch färbt ihr Gefieder
den Himmel allein,
bald teilen sie ihn
mit dem fallenden Blatt.

(c) Annette Gonserowski