Eigene Lyrik, Fotos und Bilder




Dieser Blog wird durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach archiviert.








14. Oktober 2015

Gedichte in Anthologie

Malen mit Asylanten, an dem ich mich beteiligte

An dem Wettbewerb der X. Bonner Buchmesse Migration hatte ich mich beteiligt. Ich freue mich, dass 3 meiner Gedichte aus den vielen Zusendungen ausgewählt und in die Anthologie des Free Pen Verlags aufgenommen wurden.

10. Oktober 2015

Im Literaturhotel


Zeitungsbericht in der IKZ vom 9.10.2015
mit freundlicher Genehmigung von Frau Cornelia Merkel

4. Oktober 2015

Herbst


 

 

Diese letzten Tage
der Blätter,
die spröde rascheln
im Spiel der Schatten,
unter die ich mein Spinnennetz
spannte,
in der Astgabel.

Hier sammelte ich
die Früchte der Stunden:
das Rosenblatt,
den Libellenflügel,
das Staubkorn
des Sommers,
in dem die glückselige Träne
versank.

(c) Annette Gonserowski

3. Oktober 2015

Herbst


Wenn buntes Laub
zur Erde schwebt,
letzte Sonnenstrahlen
sanft verzaubern,
fällt in den Wiesen
auch der letzte Schnitt.
Zurück bleibt nur
ein kurzer Duft
voll Trauer.

(c) Annette Gonserowski

24. September 2015

Heraustreten



für Rosalva Godim

 Beim Heraustreten
aus dem schützenden Kokon
der Wortnähe
sich der Worte erinnern,
des Lächelns zwischen den Zeilen,
des Vertrauten.

Sie ranken zu Seilen,
sie werden zur Brücke,
sie tragen uns
über die Tiefen
des Fremdseins.

(c) Annette Gonserowski

Dieses Gedicht schrieb ich vor der ersten persönlichen Begegnung mit meiner Dichterfreundin Rosalva Godim. Wir hatten uns bis dahin ausschließlich schreibend ausgetauscht.

Liebe Rosalva, danke für Deinen lieben Kommentar! Ich freue mich schon auf das Wiedersehen!

 

23. September 2015

Unbändiger Wunsch





 
Dieser unbändige Wunsch

nach all den schrecklichen Bildern,
all diesen Nachrichten,
dem Brennen der Welt,

nach all dem Entsetzen,
der Ohnmacht
und all der Traurigkeit,

noch einmal
in die schützenden Arme der Mutter
flüchten,

ihre Worte hören
und vertrauen:
..alles wird gut...

(c) Annette Gonserowski

20. September 2015

Erwachen






Aus den Fragmenten
der ungreifbaren Träume,
in denen du mich streiftest
zur Nacht,
zwischen die Seiten des Buches
flüchten.

Unruhe,
Bilder im Auflösen
über den Zeilen.

Während die vage Nähe
schwindet,
erwacht zwischen den Zweigen
der Esche
vor meinem Fenster
der Tag und die Sehnsucht.

(c) Annette Gonserowski


Heute erhielt ich die Antwort meines Dichterfreundes Gerhard Rombach aus Schweden.
Er schrieb das Dialoggedicht:


Wie Nordlicht
 
Ungreifbar und flüchtig
die Begegnungen der Nacht
 
Bilder wie flackerndes Nordlicht,
Botschaften die die Sinne streifen
und Sehnsucht wecken
 
Noch im Erwachen bleiben
Träume zurück doch
der Tag will sie nicht haben
 
(c) Annette Gonserowski
 
 
Wir sammeln also wieder für ein neues Buch. Danke, lieber Gerhard!
 
 
 

15. September 2015

Lesung im Literaturhotel




Einladung des Autorenkreis Ruhr-Mark e.V.

Lesung im Literaturhotel Franzosenshohl,
Danzweg, Iserlohn,
am 8.10.2015

Christophe Bossu
Dr.. Bernd Kämper
Dr. H.H. Stricker
Velina van der Gaag
 
Musikalische Umrahmung: U. U. Langmesser und Dr. H.H. Stricker - Werke für Klavier und Tenorsaxophon bzw. Altsaxophon.
 
Durch die Veranstaltung führt Annette Gonserowski, Vorsitzende des Autorenkreis Ruhr-Mark e.V..
 
Die Veranstaltung beginnt um 14.30 Uhr mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken, die eigentliche Lesung beginnt um ca. 15 Uhr und endet um 17 Uhr.

Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist jedoch dringend erforderlich, maximale Teilnehmerzahl ist 50. Bitte geben Sie bei der Kartenreservierung an, ob Sie am Kaffeetrinken teilnehmen oder erst zur Lesung kommen möchten.

Anmeldungen sind telefonisch unter 02371-820 720 und per E-Mail unter info@literaturhotel-franzosenhohl.de möglich.

10. September 2015

Wenn ich deine Zeilen lese....


 
 
 
Wenn ich deine Zeilen lese,

 

neckt ein Halm

meinen träumenden Mund,

wiegen mich Gräser

in das himmlische Blau,

treib ich mit den Wolken

über die Lichtung

in ein inneres Land.

 

Wenn ich deine Zeilen lese,

 

tauche ich ein

in die Stille zwischen den Feldern.
 
 
 
(c) Annette Gonserowski

8. September 2015

Verborgene Gedanken



Deine Worte,
die meine verborgenen
Gedanken spiegeln -
Deine traurigen,
tapferen Worte
und Dein Dennoch,
an dem ich mich hangle
ins letzte Licht.

Deine verletzlichen,
starken Worte,
Spinnweben im Wind,
in denen Tränen
der Freude, des Leids,
gleich Tautropfen
schimmern im Dunkel
unter dem Mond.
 
(c) Annette Gonserowski

31. August 2015

25. August 2015

Grenzen überwinden auf poetischen Brücken




Bevor die Bibliothek für das Publikum geöffnet wurde


Grenzen überwinden auf poetischen Brücken - unter diesem Thema stand die öffentliche Lesung in der Bibliothek der Bezirksregierung Arnsberg. Diese Veranstaltung fand im Rahmen der Partnerschaft durch Literatur statt, initiiert durch die Literarische Gesellschaft Sauerland - Christine-Koch-Gesellschaft e.V.. Diese Begegnungen, an denen Schriftsteller aus Masuren und dem Sauerland teilnehmen, finden seit 15 Jahren in beiden Ländern statt, ins Leben gerufen 2000 durch Herbert Somplatzki.
Gemeinsam mit den polnischen Autoren Zbigniew Chojnowski und Alicija Bykowska-Salaczynska sowie dem Schmallenberger Schriftsteller Herbert Somplatzki nahm ich daran teil und stellte Gedichte aus meinem deutsch-polnischen Buch "Geliebte Freundin Sehnsucht" vor.
Die deutsche Übersetzung der Werke der polnischen Schriftsteller wurde von Johann J. Claßen vorgetragen, dem Vorsitzenden der Literarischen Gesellschaft Sauerland - Christine-Koch-Gesellschaft e.V.

6. August 2015

Nach Hiroshima - Höre - helfe - hoffe // After Hiroshima - Listen - help - hope







Zum 70. Jahrestag des Abwurfs der Atombombe auf Hiroshima


Höre – helfe – hoffe

 

Verschließe nicht die Augen
vor dem unsagbaren Grauen,
nicht die Ohren
für die Hilferufe,
nicht die helfende Hand.

Verschließe auch nicht den Mund
für die Hoffnung.

Schau,
das Gingkoblatt,
es weht leis im Morgenlicht,
es trieb einst als erstes
nach Hiroshima.


 
 Listen - help - hope
 

Don`t close your eyes,
to the unspeakable atrocities,
nor your ears                       
to the cries for help
to the outstretched hands
 
Don't seal your lips
and let hope through

 
Look,
at the Gingo tree:
a leaf is blowing gently in the morning sun.
Ablaze in leaves
after Hiroschima
 
(c) Annette Gonserowski


 

14. Juli 2015

Lesung in der Bezirksregierung Arnsberg

Ich lese u.a. aus diesem Buch
Die Texte stehen in polnischer und deutscher Sprache zur Verfügung


Ich lese

am 24.08.2017
Beginn 15.30 Uhr
in der Bibliothek der Bezirksregierung,
Seibertzstr. 1, 59821 Arnsberg

gemeinsam mit
Herbert Somplatzki und einer polnischen Dichterin und einem polnischen Dichter.
Die Begrüßung erfolgt durch Frau Fehrmann, Hauptdezernentin.

Gäste sind herzlich willkommen.

22. Juni 2015

Wortwuseler gesucht

 
Im Rahmen der Ferienspiele bietet der Heimatverein Kierspe am 29.06.2015 einen Nachmittag für Kinder im Fritz-Linde-Museum in Kierspe, Höferhof, an. Dauer. 14-17 Uhr. Hier lernen die Kinder unter meiner Anleitung Gedichte in verschiedenen Formen zu schreiben -  und das im Haus des Heimatdichters! Die Gedichte werden anschließend bunt gestaltet und jedes Kind darf seine eigenen mit nach Hause nehmen. Nicht nur für Spaß und Schreiben ist gesorgt, sondern auch kleine Leckerein warten auf die Wortwuseler! Es sind noch Plätze frei!!!

7. Juni 2015

Kennenlernen




Heute Gespräch unter dem Kirschbaum




Höfliche Gesten
mit fremden Gesichtern.
Erstauntes Erkennen
gemeinsamer Ebenen.
Zaghaftes Lächeln
mit tastenden Sinnen.
Ernste Worte
mit strahlenden Augen.
Sprudelnde Lippen
formen gleiche Gedanken.

Heute
vermisse ich den Schatten
seines Anzuges.

(c) Annette Gonserowski
ca. 1984
In der Reiterstube des Reitervereins, Gespräch bis in die Nacht nach dem ersten Tag des Reitturniers... Pferdefreunde....

Heute, beim Besuch lieber Freunde, lebte dieses Kennenlernen vor mehr als 30 Jahren wieder in den Gedanken auf.

3. Juni 2015

Entrückt jeder Zeit



Noch einmal,
als gäbe es die Verbote nicht,
eintauchen
in den erdnahen Duft
der Blumenwiese im Mai.
Entrückt jeder Zeit
zwischen hohem Sauerampfer
und Margeriten
mit emsigen Kinderhänden
die Freude pflücken.
Verklingend
heute wie einst
der suchende Ruf der Mutter.

(c) Annette Gonserowski

1. Juni 2015

Eine Ahnung, vielleicht




Ein Schemen,
ein Schatten,
eine Erinnerung vielleicht,
die sich ausbreitet
in den erwachenden Tag,
die in uns bleibt,
dunkel und
bedrückend -
eine Ahnung,
vielleicht.

(c) Annette Gonserowski

4. Mai 2015

Blühende Bäume







meinem Zwillingsbruder gewidmet


Blühende Bäume -
Blumensträuße in die Landschaft gestellt,
sagtest Du.
Blühende Bäume
erinnern an Dich,
machen mich fröhlich und traurig.
Blühende Bäume -
Blumensträuße in die Landschaft gestellt.

(c) Annette Gonserowski

29. April 2015

Resonanz


27. April 2015

Vernissage PostkArt 2015

Vor der Galerie
 
 
In langen Reihen die Kunstwerke
 
Hier hängen auch meine beiden Postkarten
 
2. v. rechts: meine Karte


Ebenfalls 2. v. rechts: meine zweite Karte


Ausstellungsplakat


Eine Besucherin liest das Gedicht auf der Rückseite meiner Karte


Wie bereits auf diesem Blog berichtet, nahm ich mit 2 Karten an dieser Aktion teil, die dieses Mal das Thema "Friedenszeichen" trug. Neben der Gestaltung der Vorderseite ist mir die Rückseite wichtig, auf der ich stets thematisch passende Gedichte schreibe.

23. April 2015

Am Meer





ein Rondell für Sabine B.

Am Meer
mit Dir, Freundin,
der verflossenen Zeit gedenken.
Am Meer
in der unendlichen Weite
die Nähe spüren.
Am Meer,
mit Dir, Freundin!

(c) Annette Gonserowski

5. April 2015

Frühlingsfreude




Heut saß zum ersten Mal
in diesem Jahr
ein Mensch
unter dem Lämmerschwänzchenbaum.
Die Sonne schien auf ihn
und von den Zweigen klang ein Vogellachen.
Ich lief zu ihm,
mein Mantel wehte froh im Wind
und auch mein Hund
verkniff sich nicht das Schmunzeln.

(c) Annette Gonserowski

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs "frohe Ostern"!

3. April 2015

Germanwings- Flug 4U9525





Soviel Lachen
in den letzten Tagen,
soviel Freude, Neues,
stilles Glück.

So viele Augenblicke
mit an Bord genommen,
Vorfreude der Rückkehr
und das Leben.

Im Cockpit der irre Weg
in die Ausweglosigkeit
des Berges.

Zerbersten der Flügel,
zerbersten der Zukunft,
zerbersten des Lebens.

Am Boden
die Scherben,
der Tod,
das Entsetzen.

Das Leben der Bleibenden-
betroffen,
zerstört
bis ans Ende der Zeit.
 
  
(c) Annette Gonserowski

22. März 2015

Begegnung ist Leben - Treffen zweier Lyrikerinnen


 
mit der Lyrikerin Hella Hahn
 
 
Wenn der Blick
erwidert wird,
Worte nicht
im Nichts verhallen,
wenn Verstehen
auf Verstehen trifft,
Vertrauen
Fesseln von der Seele löst,
dann
beginnst Du
DU
zu sein.
 
(c) Annette Gonserowski
 
Zufall oder Kismet?: wir lernten uns vor einigen Jahren über unsere Hunde am Strand kennen.

PostkArt 2015


 
 
An der Aktion "PostkArt 2015" beteiligte ich mich mit einer zweiten Karte.
Auch die Tiere sind von den Kriegen betroffen und oft sieht man bei Berichterstattungen Hunde, die durch die Trümmer irren.

Dieses Foto zeigt mein Airedalemädchen. Das Herzkissen ist ihr Lieblingsbesitz. Eigentlich wollte ich es seinerzeit verschenken, aber als sie es sah, nahm sie es sofort an sich und liebt es sehr. Sie trägt es oft herum, legt ihr Köpfchen zum Schlafen darauf.

Auf die Rückseite der Karte klebte ich mein nachstehendes Gedicht:

Mutig

Lass uns mutig sein
und unser Entsetzen hinausschreien,
auch unsere Ohnmacht
und Wut.
Lass uns nicht schweigen
über den Krieg.

Lass uns mutig sein
und es rufen
in das Entsetzen,
oder es leise flüstern,
dass es die Liebe gibt.

(c) Annette Gonserowski



19. März 2015

Strandszene - mein neustes Aquarell


 
 
 



Es gibt sie,
Menschen
in der anonymen Menge,
denen begegnen wir
im Vorwärtsschreiten,
empfangen wie feinste Signale
ihre Blicke,
erkennen Vertrautes,
nehmen sie mit
in den Gedanken.


(c) Annette Gonserowski

12. März 2015

Friedenszeichen




An der Kunst-Aktion "PostkArt 2015" der Galerie Anschnitt, Dortmund, beteilige ich mich mit dieser Postkarte.
Die Aktion trägt den Titel "Friedenszeichen". Ich band in diese Karte auch eine Zeile aus meinem nachstehenden Gedicht:




Am Meer

Wieder der Blick
auf das Meer,
auf die Sonnenglitzer
auf Wellenkämmen,
auf die Bläue des Himmels
im Wasser,
auf die Brandung,
den feinen Sand am Strand.

Ruhe -
wäre da nicht das Schweigen
der Gekenterten am Grund,
die Verzweiflung der Fliehenden
am anderen Ende des Meeres,
wären da nicht
die Kriege.

© Annette Gonserowski